Popularmusik in der Kirche

Popularmusik - dieses Wort ist ein Sammelbegriff für jene Musikstile, die sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts aus Spiritual, Blues, Folk und Jazz entwickelt haben. Beinahe zahllose musikalische Ausdrucksformen sind seither entstanden. Manche nahezu weltweit populär, wie Rock und Pop, manche von mehr regionaler Bedeutung, wie z.B. Cajun, eine faszinierende Spielart der Folkmusic Louisianas.

Menschen aller Altersgruppen lassen sich von den Grooves und Melodien, vom Gesang und den Harmonien der Popularmusik ergreifen und berühren. Deshalb gehört diese Musik auch in die Kirche. Zeitgemäß verstandene Kirchenmusik spannt den Bogen der Musik ganz weit und betreibt und fördert gleichermaßen alle Musikformen und Musizierweisen, die Menschen heute ansprechen und berühren – ganz gleich ob Gospel, Gregorianik, Bach oder Blues.


Klicken Sie auf die jeweilige Region um Informationen zu den einzelnen Ausbildungsmöglichkeiten anzuzeigen.

Popularmusik-Ausbildungen in Deutschland

Zum Lernen und Studieren von Popularmusik für den kirchlichen Bereich werden in mehreren Landeskirchen der EKD spezifische sogenannte D- bzw. C-Ausbildungen für Popularmusik angeboten. Diese führen in der Regel zu einem nebenberuflichen Abschluss, von denen die C-Abschlüsse innerhalb der EKD bundesweit anerkannt sind. Seit 2011 gibt es darüber hinaus in der Ev.-Luth. Nordkirche auch die Möglichkeit, einen B-Abschluss für Popularmusik zu erreichen, der als kirchlicher Berufsabschluss in Schleswig-Holstein und Hamburg anerkannt ist.

Ein Bachelor-Vollzeitstudium in kirchlicher Popularmusik wird seit 2016 in der Pop-Akademie der Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten abgeboten. Seit 2018 kann dies ebenfalls an der Kirchenmusikhochschule in Tübingen studiert werden. Weiterhin gibt es inzwischen Masterstudiengänge für kirchliche Popularmusik in Heidelberg, Tübingen und ab 2020 auch in Witten.

An einigen weiteren staatlichen und kirchlichen Hochschulen, an denen Kirchenmusik studiert werden kann, ist das Thema Popularmusik teilweise in die Ausbildung integriert.

Für Informationen zu den einzelnen Ausbildungsmöglichkeiten auf D-, C- oder B-Niveau klicken Sie einfach die jeweilige Region in der nebenstehenden Karte an.


Die Popularmusik-Konferenz

Die Popularmusik-Konferenz in der EKD ist ein Zusammenschluss der Popularmusik-Beauftragten und derer, die konzeptionell im Bereich der Popularmusik-Ausbildung innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) tätig sind.

Die Konferenz wurde im Jahr 2003 ins Leben gerufen und findet seither einmal jährlich statt. Im Jahr 2016 hat sie ihren Namen von "Ausbildungskonferenz" in "Popularmusik-Konferenz in der EKD" geändert. Die Themen der Konferenz sowie Projekte, die von ihr ausgehen, bewegen sich im Wesentlichen um Fragen von Jazz, Rock, Pop - also Popularmusik im kirchlichen Umfeld und die Möglichkeiten von Ausbildung auf diesem Gebiet. Die Konferenz ist als Fachgremium Ansprechpartnerin für die EKD und ihre Gremien bei Fragen zur Popularmusik-Entwicklung.

Ausbildungskonferenz, Konferenzteilnehmer im März 2015
Konferenzteilnehmer im März 2015

Hartmut Naumann
Peter Hamburger

Kontakt

Kontakt zur Popularmusik-Konferenz erhalten Sie über einen der Sprecher der Konferenz:

KMD Prof. Hartmut Naumann
Hochschule für Kirchenmusik, Westfalen
hartmut.naumann@popularmusik.de
KMD Peter Hamburger
Kantor für Popularmusik der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mail@kapomuk.de